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Literatur: M. Milay Fontanals, Origines del teatro catalán (Obras completas VI. Barcelona, 1895. S. 205 ff.)

[Text nach M. Milá y Fontanals, Obras completas VI. Barcelona 1895. S. 341 ff. (nach F. Fuentes Agulló, Epitome histórico de Elche desde su fundación hasta la venida de la Virgen inclusive, Elche, 1855). Aus dem Dia primero. Vgl. auch J. B. Trend, The Mystery of Elche, Music and Letters. London, 1920.]

Sube la MARÍA al tablado, y arrodillada

sobre su rica cama, exclama: Gran desig me a vengut al cor del meu car fill, ple de amor tan gran, que nou podia dir on per remey desig morir.

Acabada esta copla, sale del cielo una dorada
nube, y abriéndose aparece en medio de ella
un ÁNGEL cantando lo siguinte:
Deus vos salve, Verge Imperial,
Mare del Rey celestial,

yo us port saluts é salvament
del vostre fill omnipotent.

1) Zum Vergleich Dante, Divina commedia. Inferno. Canto terzo.

«Per me si va nella città dolente,

>>per me si va nell' eterno dolore,
>>per me si va tra la perduta gente.

«Giustizia mosse il mio alto fattore:
>>fecemi la divina potestate,
>>la somma sapienza e il primo amore.
<<Dinanzi a me non fur cose create
>>se non eterne, ed io eterno duro:
>>lasciate ogni speranza, voi ch'entrate.>>
Queste parole di colore oscuro
vid'io scritte al sommo d'una porta;
perch'io: «Maestro, il senso lor m'è duro.»>

Ed egli a me, come persona accorta: << Qui si convien lasciare ogni sospetto; vogni viltà convien che qui sia morta.

>>noi siam venuti al loco ov'io t'ho detto >>che tu vedrai le genti dolorose >>c'hanno perduto il ben dell' intelletto.» E poi che la sua mano alla mia pose con lieto volto, ond'io mi confortai, mi mise dentro alle segrete cose.

Quivi sospiri, pianti ed alti guai risonavan per l'aer senza stelle, perch'io al cominciar ne lacrimai.

Diverse lingue, orribili favelle, parole di dolore, accenti d'ira, voci alte e fioche, e suon di man con elle,

Facevano un tumulto il qual s'aggira sempre in quell'aria senza tempo tinta, come la rena quando il turbo spira

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car lo meu cor es molt plaent
del vostre bon adveniment.
¡Ay fill Joan! si á vos plau
aquesta palma vos prengau,
y la fasau davant portar

quant me porten á soterrar.

Toma SAN JUAN la palma, la besa y llorando exclama:

¡Ay triste vida corporal! ¡Oh mon cruel tan desigual! ¡O llas mesqui! ¿yo qué faré? ¡O trist de mi! ¿y on iré? ¡O Verge Reyna Imperial Mare del Rey celestial! ¡Com nos dejau ab gran dolor sens ningun cap ni Regidor?

Pasa al otro lado.

¡O Apostols é germans meus! Veniu plorem ab tristes veus car hui perdem tot nostre be

y lo clar govern de nostra fé.
¿Sens vos señora qué farém?
E ab quins aconsolarém?
De ulls é cor devem plorar
mentres viurém, é sospirar.

Entra SAN PEDRO, adora á la Maria,
y despues de abrazado de San Juan, canta:
Verge humil, flor de onor,
Mare de nostre Redentor,

saluts, onor é salvament

vos done Deu Omnipotent.

Entran los APÓSTOLOS y suben al tablado, excepto tres de ellos, que quedándose en el corredor, cantan:

¡O poder del alt Imperi!
Señor de tots los creats
cert est aquest gran misteri
ser asi tots ajustats,

De les parts de asi estrañes
som venguts molt prestament
pasánt viles y montañes
en mens temps de un moment.
Ab gran goix sens improperi
som asi en breu portats,
cert es aquest gran misteri

ser asi tots ajustats.

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I. Schrifttum der Mauren

im 13. bis 15. Jahrhundert

1. Werke in arabischer Sprache
(In deutscher Übertragung)

IBN AL-ABBÂR

IBN BN AL-ABBÂR (1198–1260) aus Valencia bekleidete dort das Amt eines Staatssekretärs und verfaßte ein für die arabische Gelehrtengeschichte in Spanien wichtiges Werk (zum Teil hrsg. v. M. J. Müller, Beiträge zur Geschichte der westlichen Araber, München, 1866). Als König Jacme I. 1238 Valencia hart bedrängte (vgl. S. 123), schickte ihn der Kommandant der Stadt, Ibn Merdenisch, als Gesandten nach Tunis, um dort vom Hafsiden Abû Zakarîjâ Hilfe gegen die Christen zu erlangen. Er erledigte sich des Auftrags durch den Vortrag der hier mitgeteilten Qaside, worauf Abû Zakarîjâ eine Flotte Valencia zu Hilfe schickte.

[Text der Qaside nach A. F. v. Schack, Poesie und Kunst der Araber in Spanien und Sizilien. Stuttgart, 1877. I, S. 144.]

Auf! die Bahn ist dir gebrochen, führe deine Reiterei, Gottes Kämpfer führe zu uns; Andalusien mache frei!

Du, von dem die Unterdrückten Beistand nie umsonst erfleht,

sieh, wie Spanien hülfebittend, Großgesinnter, vor dir steht!

Schwer gedrückt von Leiden, windet dieses Land sich todeskrank,

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denn das Schicksal reicht von früh bis spät ihm bittern Schmerzenstrank. Unglücksel'ge Insel! hin ist deine Blüte von zuvor,

da das Mißgeschick zu Opfern deine Kinder sich erkor.

Neues Elend führt mit jedem Morgenrot herauf der Ost,

dir ein neues Weh, den Feinden eine neue Freudenpost;

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mit der Dämmrung jedes Abends naht sich dir ein neues Leid,

das in Schmerz die Freude wandelt und in Angst die Sicherheit.

Was nicht droht vom Feind dir? Einen Eid geschworen hat der Christ,

dir den Schatz zu rauben, der von allen dir der liebste ist;
deine Schönen, die verschleiert weilen in dem Frau'ngemach,
wollen unter sich durch's Los die Sieger teilen - o der Schmach!
Brechen will das Herz uns, wenn wir denken was in Córdoba
sich begeben, was Valencia über sich ergehen sah.

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Schon in manche unsrer Städte hielt die Gottesleugnung keck
im Triumph den Einzug und der Glaube floh hinweg voll Schreck.
Ihre Straßen, einst so prächtig, nun verheert von Feindeswut,
bieten dem ein Trauerspiel, dessen Blick auf ihnen ruht.
Die Moscheen sind in Klöster nun verwandelt wie zum Hohn,
wo die Gläub'gen sonst gebetet, hört man nun der Glocke Ton.
Wie soll Spanien wiederfinden, was es ehedem besaß?

Trümmer sind die Schulen, wo man Allah's heil'ges Buch einst las.
Ach, was ward aus jenen Villen, wo der Ost mit sanfter Hand
Blüten raubte von der Fluren grünem, schimmerndem Gewand?

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Gartenhaine, die das Auge uns entzückten, waren dort,

doch gewelkt ist ihre Frische und ihr Laubwerk ist verdorrt.

Den Bewohnern dieser Stätten bleibt nichts andres als die Flucht,
selbst der Fremdling, der solch Elend schaut, erliegt der Schmerzenswucht.
Gierig fiel die Christenrotte, ähnlich dem Lokustenschwarm,

über unser Land und brachte rings Verödung, Not und Harm;

in die Mark Valencias, gleich dem Löwen, der nach Beute schnaubt,
drang sie ein und hat der Holden ihren reichen Schmuck geraubt.
Wo ist nun das sel'ge Leben, dessen Früchte wir gepflückt?
Wo ist nun die schlanke Schöne, die wir an die Brust gedrückt?
Ein Tyrann, der nichts verschonte, was auf seinem Zug er traf,
der, um Spanien zu verderben, sich nicht Ruhe gönnt noch Schlaf,
drang in unser schreckenbleiches Land und hat mit Feu'r und Schwert
die erhabnen Prachtgebäude ihm verstümmelt und zerstört.
Seine Rechte streckt er, da im Kampfe keiner Stand ihm hielt,
nun nach einem Raub, nach dem er lang schon insgeheim geschielt,
und den Irrwahn von drei Göttern trägt von Ort zu Ort er kühn
doch, wenn er die Einheitsfahne erst entrollt sieht, wird er fliehn.
Hab' Erbarmen, Fürst! das Ende fasse du des Hakenseils,
welches Spaniens Schiff, das lecke, führe in den Port des Heils!
Wie durch dich dem wahren Glauben ehmals neues Leben ward,
so belebe dies verheerte Land nun, das in Trümmern starrt!
Damals warst du, Herr, der erste, der die Wahrheit laut bekannt;
jede Nacht, dir leuchtend, strahlte sie vor dir als Fackelbrand;

in dem Kampf für Gottes Sache warst du bald ein schneid'ges Schwert,
bald die Wolke, die der Fülle ihres Segens sich entleert;

und, wie vor der Sonne Strahl die nächt'ge Finsternis entweicht,
floh der Murabiten finst're Ketzerei, von dir verscheucht.
Du, der du Verzweiflungsvollen auftun kannst die Rettungsbahn,
diese Briefe sieh, die Boten, die dir hülfeflehend nah’n!
Wohlgesteuert durch die Meerflut kam ein Schiff in deinen Port;
du, o güt'ger Herr, so hofft es, gönnst ihm einen Zufluchtsort.
Hin und her vom Sturm getrieben, zwischen Felsenbank und Riff
auf den Ozean geschleudert, war dem Sinken nah dies Schiff:
da, so wie ein Roß die letzten Kräfte noch zusammenrafft,
um ans Ziel zu kommen, flog es hafenwärts mit letzter Kraft,
und, wofern es ihm vergönnt ist, küßt er demutsvoll den Thron,
welchen Abu Zekeria heiligt, Abdul Wahids Sohn.

O, das ist ein Fürst, dem viele Königreiche dienstbar sind;
in den Mantel seiner Gnade hüllt er sie und schirmt sie lind.
Jeder Wandrer drückt auf seine Hand mit Ehrfurcht einen Kuß;
Unglücksel'ge, die ihn schauen, ahnen ihrer Leiden Schluß.
Nicht verfehlt sein Pfeil die Sterne, wenn sein Bogen danach zielt;
dienstbar tritt die Erdengrenze vor ihn hin, wenn er befiehlt.
Seine Macht und Größe wirft zu Boden jeden Widerstand,
und das Schicksal trägt die Fahne seiner Herrschaft in der Hand.
Seine Stirne leiht dem Tage allen Glanz, in dem er blinkt,
mit der Röte seiner Wangen hat der Morgen sich geschminkt,

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